Die Nebeneinkünfte der Nationalratsabgeordneten

Wieviel verdienen die österreichischen Nationalratsabgeordneten neben ihrem Parlamentariergehalt?

von Katrin Nussmayr

Mit Juni 2014 müssen sämtliche Abgeordnete ihre Nebeneinkünfte für das Jahr 2013 offenlegen – 133 der insgesamt 183 Abgeordneten haben dies bereits getan*. In dieser interaktiven Grafik symbolisiert jeder Kreis einen Abgeordneten. Je größer der Kreis, desto höher sein Nebeneinkommen. Mit einem Klick auf den Kreis erfahren Sie Näheres zu den Nebenberufen des Abgeordneten.

Hinweis: Unter den Spitzenverdiernern (über 10.000 Euro) befinden sich auch jene Regierungsmitglieder der Koalition Faymann I, die im Dezember abgelöst wurden und nun wieder im Nationalrat sitzen. Mit einem Klick auf das Kästchen “ohne ehemalige Regierungsmitglieder” können diese aus der Grafik ausgeblendet werden.

*Die 10 neuen Abgeordneten, die mit der Regierungsbildung im Dezember in den Nationalrat nachrückten, müssen erst bis Juni 2015 ihre Nebeneinkünfte für das Jahr 2014 offenlegen.

Quelle: parlament.gv.at

Bruttomonatsbezüge der österreichischen Politiker

einfache Abgeordnete: 8.306,90 Euro
Klubobleute: 14.121,70 Euro
Nationalratspräsident: 17.121,70 Euro
Minister: 16.613,80 Euro
Vizekanzler: 18.275,10 Euro
Bundeskanzler: 20.767,20 Euro

„Kevin ist kein Name, sondern ein Diagnose“

Kevin, Chantal, Justin, Jaqueline – Die Anzahl der Personen, die mit diesen Namen positive Eigenschaften verknüpfen, ist verschwindend gering. Vor allem bei deutschen Lehrpersonen. Gibt es in Österreich genauso viele Kinder, die mit diesen Namen und den damit verbundenen Vorurteilen leben müssen?

Die deutsche Sprachwissenschaftlerin Julia Kube hat im Rahmen ihrer  Master-Arbeit eine Studie in Auftrag gegeben, die folgendes Resultat zu Tage förderte:

Lehrerinnen assozieren  mit Namen wie Mandy, Chantal, Kevin, Justin oder Maurice mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit. 84,4 Prozent der Lehrer sahen Schüler mit Namen Kevin als “eher leistungsschwach” an. In dem Fragebogen war der symptomatische Satz “Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!” zu lesen. Anders sieht es beim Namen Jakob aus. Dieser wird als leistungsstark (75,8 Prozent), verhaltensunauffällig (71,8 Prozent) und freundlich (71 Prozent) eingestuft. (Quelle)

Chantalismus  – dieses Blog erfreut sich seit einiger Zeit größter Beliebtheit. Was nicht zuletzt daran liegt, dass es sich das Bildungsbürgertum zum Freizeitvergnügen gemacht hat, über diese vorwiegend in bildungsfernen Familien vorkommenden Namen lustig zu machen.

Das Blog kommt aus Deutschland, führt aber auch Beispiele aus Österreich an. Um den Gegenbeweis dazu anzutreten, wurden die Top 100 Vornamen in Wien aller Neugeborenen seit 2006 ausgewertet und letztendlich auf die männlichen und weiblichen Top Ten des Jahres 2012 reduziert. Das Ergebnis: Emma und David waren die beliebtesten Vornamen für Mädchen und Jungen. In Österreich ist man also vom “Kevinismus” weit entfernt.

Immer wieder PISA

Zum vierten Mal schon stellte die OECD vor wenigen Wochen erneut die PISA-Ergebnisse vor. Für Österreich hat auch das Jahr 2012 keine bedeutenden Besserungen gebracht.

An PISA 2012 nahmen alle 34 OECD-Mitgliedsländer, sowie 31 Partnerländer teil, die zusammen über 80% der Weltwirtschaft repräsentieren. Evaluiert wurde, auf welchem schulischen Niveau sich 15-jährige Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösung befinden.

Asien legt vor

Mit einer mittleren Punktzahl von 613 erzielte Shanghai (China) die besten Ergebnisse im Bereich Mathematik. Das entspricht einem Vorsprung von drei Schuljahren gegenüber dem OECD-Durchschnitt. Unter den ersten zehn Ländern im Mathematikvergleich befinden sich sieben aus Asien. Nur Liechtenstein, die Schweiz und die Niederlande konnten als europäische Staaten mit den Plätzen 8-10 punkten.

Die fünf Länder und Volkswirtschaften, die in PISA 2012 die besten Ergebnisse im Bereich Lesekompetenz vorzuweisen hatten, waren Shanghai (China), Hongkong (China), Singapur, Japan und Korea. Auch hier zeigt sich eine klare asiatische Vormachtstellung.

In vielen Ländern und Volkswirtschaften besteht in Mathematik ein merklicher Leistungsunterschied zugunsten der Jungen, allerdings mit unterschiedlich starker Ausprägung. Der Leistungsvorsprung der Mädchen beim Lesen wiederum vergrößerte sich zwischen 2000 und 2012 in elf Ländern. Hier schneiden die Mädchen fast überall besser als die Jungen ab, so auch unsere Nachbarn in Deutschland.

Österreich wieder auf Niveau von 2006

Österreichs Durchschnittsergebnisse in den Bereichen Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften entsprachen 2012 wieder dem 2003 und 2006 verzeichneten Leistungsniveau. Das relativ gute Ergebnis aus dem Jahr 2000 wurde auch dieses Mal nicht wieder erreicht, das Tief aus dem Jahr 2009 wurde aber überwunden.

In Österreich erzielten die Schüler in Mathematik im Durchschnitt 506 Punkte. Das macht insgesamt Platz 18 im Mathematik-Ranking und entspricht den Ergebnissen von Australien, Dänemark, Irland, Neuseeland oder Slowenien. Österreich liegt im Bereich Mathematik hinter der Schweiz und Deutschland.

Im Bereich Lesen erzielten die Schüler durchschnittlich 490 Punkte. Österreich liegt damit auf Platz 28. Dieses Ergebnis liegt unter dem OECD-Mittelwert und entspricht jenen von Kroatien, Dänemark, Ungarn, Italien, Portugal, Spanien, Schweden und den USA.

Mathe ist doof

2003 erzielten die Jungen in Österreich im Bereich Mathematik durchschnittlich acht Punkte mehr als die Mädchen. 2012 erreichten die Jungen 22 Punkte mehr als die Mädchen. Damit verzeichnete Österreich den stärksten Anstieg an geschlechtsspezifischen Leistungsunterschieden unter allen Ländern.

Die geschlechtsspezifischen Leistungsunterschiede in Mathematik stiegen zwischen 2003 und 2012 um 15 Punkte an. Das der stärkste Zuwachs, der unter allen Länder zu beobachten war.

Die unten stehende Weltkarte zeigt eine grafische Aufarbeitung der PISA-Ergebnisse aller teilnehmender Staaten, wobei rot für eine schlechte, braun für eine mittlere und blau für eine gute Leistung (gemessen am OECD-Durchschnitt) steht. Klickt man auf die Länder, erhält man Angaben zu den einzelnen Teilbereichen des PISA-Tests.

Eine Stadt surft gratis ohne Kabel

“Free Wlan – Hotspot Linz” ist ein Projekt der Stadt Linz und des Kabel-Netzbetreibers LIWEST. Dabei wurde Oberösterreichs Landeshauptstadt mit rund 120 gratis zu nutzenden Hotspots ausgerüstet, an denen die Bevölkerung im Internet surfen kann. Unter data.linz.at sind die Geodaten der jeweiligen Standorte als CSV-Datei frei zugänglich. Mit zusätzlichen Infos der Linz Tourismus-Homepage lässt sich beispielsweise mit Hilfe von CartoDB leicht eine Karte mit sämtlichen Hotspots und Gastronomie-Stätten, die gratis WLAN anbieten, erstellen.

Mit der Styling-Option “Intensity” lässt sich eine Heatmap erstellen, welche die Dichte an WLAN-Anbietern aufzeigt. Dabei zeigt sich, dass besonders die Innenstadt um die Landstraße vom Hauptplatz bis zum Volksgarten besonders gut mit gratis WLAN ausgestattet ist, was auf die hohe Lokaldichte und die kulturellen Hotspots in diesem Bereich zurückzuführen ist. Wesentlich schlechter sieht die Versorgung im Bereich des Frankviertels, Bindermichls, Kleinmünchen und Ebelsberg aus – also in den Randvierteln.