Wo sind die jungen Wilden? – Altersdurchschnitt in den Grazer Bezirken

Studentenhochburg oder Seniorenhauptstadt? Zwischen fünf Unis und einem guten Dutzend Seniorenheimen hat sich Graz in der Vergangenheit schon mit dem einen wie dem anderen Titel zieren lassen müssen. Aber wie ist es tatsächlich um das Alter der Grazerinnen und Grazer bestellt? Und wo in Graz sind die jungen Wilden, wo die alten Hasen zuhause? Ein Blick in die Bevölkerungsdaten der steirischen Landeshauptstadt.

So viel steht fest: Verglichen mit dem österreichweiten Altersdurchschnitt von derzeit 42,0 Jahren sind wir Grazer geradezu Jungspunde: Ganze eineinhalb Jahre weniger (40,5) beträgt der Schnitt innerhalb der Stadtgrenzen. Größere Gegensätze liefert da noch das Durchschnittsalter der Steirer: Hinter diesem (43,0) bleiben die Bewohner der Hauptstadt ganze 2,5 Jahre zurück.

Aber Grazer ist nicht gleich Grazer: Zwischen 38,1 und 43,3 ist man hier – je nach Bezirk – durchschnittlich alt. Angesichts demografischer Daten vieler anderer Städte wenig überraschend, aber dennoch auffällig: Je zentraler die Bezirke, desto jünger die Menschen, die darin wohnen.

Am jüngsten sind die Bewohner des Lend (38,9), am ältesten dagegen jene in Ries (43,3).


Die Altersverteilung in den Grazer Bezirken, gestaffelt vom “jüngsten” bis zum “ältesten” Bezirk

Stichwort “Studentenhochburg”: Wirft man einen Blick auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen, zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Innenstadtbezirke sind von dieser (jüngeren) Bevölkerungsgruppe wesentlich stärker besiedelt als die äußeren Stadtteile.

Vergleichsweise jung, aber eben nur vergleichsweise – das Durchschnittsalter von knapp über 40 Jahren rührt nicht zuletzt daher, dass die Lebenserwartung in Österreich über den Verlauf der letzten Jahre kontinuierlich angestiegen ist. Österreich wird älter, und das zeigt sich auch in Graz: Immerhin 58 Über-100-Jährige leben in der steirischen Landeshauptstadt, die meisten davon (9) im Bezirk St. Leonhard.

Reife Leistung. Wer sein Alter dennoch nicht verraten möchte, kann sich in Graz übrigens guten Gewissens darauf hinausreden, doch ohnehin zu den Jüngeren zu zählen. Im Hinblick auf den steirischen und österreichweiten Altersdurchschnitt hat er damit nicht gelogen.

Quelle (soweit nicht anders verlinkt): Open Data Graz

Ausländeranteil in den Grazer Bezirken

182 deutsche Staatsbürger leben in der Inneren Stadt, 339 kroatische in Straßgang, 1.438 türkische Staatsbürger im Gries. Diese Zahlen liefert die Stadt Graz: Regelmäßig werden Daten veröffentlicht, die die Staatsangehörigkeit in den einzelnen Bezirken dokumentieren.

Wenn es um den Anteil der nicht-österreichischen Staatsbürger geht, hat der 5. Grazer Bezirk (Gries) die Nase vorne. Dort kommen 34 Prozent der Bewohner aus dem Ausland, Türken sind die größte Gruppe, gefolgt von Menschen aus Bosnien und Herzegowina und Rumänien. Den geringsten Wert von zehn Prozent gibt es in den Bezirken Andritz, Ries und St. Peter.

Deutsche Staatsbürger bilden in acht der 17 Grazer Stadtbezirke die größte Gruppe nach den Österreichern. Auffallend ist, dass diese acht alle links der Mur liegen – der Fluss wirkt als eine Art Trennlinie.

In der nachfolgenden Grafik sind die Bezirke nach Ausländeranteil aufgeschlüsselt. Je dünkler ein Bezirk eingefärbt ist, umso höher ist der Prozentsatz der Personen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft. Mit Klick auf die einzelnen Stadtteile öffnen sich weitere Details dazu, wie viele Menschen aus welchen Ländern dort leben.

Das Zubrot der Abgeordneten

So viel verdienen Österreichs Parlamentarier neben den 8.306,90 Euro, die sie für ihren Job als Mandatare beziehen. Die Spitzenverdiener im Hohen Haus tragen schwarz.

Von Klaus Knittelfelder

8.306,90 Euro. Brutto. So viel bekommt ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments – egal, welcher Fraktion – für seine politische Arbeit im Parlament. Seit einigen Monaten herrscht was die Nebeneinkünfte der Mandatare betrifft, ziemliche Transparenz. Will heißen, Politiker sind in der Pflicht, ihre Zubrote offiziell anzugeben. Jene, die erst im September ins Hohe Haus eingezogen sind, haben noch bis Sommer 2014 Schonfrist. Weitere Angaben sind einfach noch ausständig. Folgender Artikel befasst sich mit den monatlichen Nebenverdiensten, die Österreichs Abgeordnete als Minimum angegeben haben. Jene, die keinerlei Angaben zu ihren Einkünften machten, scheinen in den folgenden Tabellen nicht auf.

Nun folgt eine Gegenüberstellung der Durchschnittsverdienste der verschiedenen Parlamentsklubs. Das Rennen mach hier die ÖVP, wenn auch nur knapp vor FRANK. Die Dichte der freiheitlichen Großverdiener wäre relativ groß, jedoch halten sich die Zahlen mit den niedrigen Einkommen mancher FPÖ-Mandatare ziemlich die Waage. Würde man einen Median berechnen, läge der über jenen der anderen Fraktionen.

Die Abgeordneten der SPÖ kommen auf ein durchschnittliches Nebeneinkommen von 3300,77 Euro. Jarolim, Schieder und Unterrainer führen das Ranking der Roten an.

Die ÖVP ist, gemessen an den Nebeinkünften ihrer Mandatare, die reichste Partei Österreichs.

Wie bereits erwähnt, zählt die FPÖ einige Mitglieder im “"Klub der höchsten Steuerklasse”. Fuchs, Stefan und Karlsböck stehen in diesem Ranking ganz oben.

Wenig überrachend schneiden die Grünen in diesem Vergleich nicht im Spitzenfeld ab.

Dadurch, dass die Neulinge im Hohen Haus noch Zeit haben, ihre Nebenverdienste anzugeben, halten sich die Auflistungen von FRANK und NEOS in Grenzen. Stronachs Gefolgsleute, die als solche wohl nicht mehr flächendeckend zu bezeichnen wären, kommmen auf knapp 4.000 Euro Durchscnittseinkommen.

Bei den NEOS-Leuten sieht die Sache ein wenig anders aus. Die in diesem Fall aber nicht aussagekräftige Durschnittsrechnung liegt nur knapp über dem Wert der Grünen. Einzig Vice-Chef Niko Alm verdient mehr als der österreichische Durchschnittsarbeiter zu seinem Polit-Gehalt.

Letzte Ruhestätte für Christbäume

Jedes Jahr wieder, knapp nach Weihnachten, wenn der geschmückte Baum anfängt, seine Nadeln zu lassen, stellt sich die Frage: Wohin mit ihm? In Graz gibt es 65 Christbaumsammelstellen, an denen wir Weihnachten entsorgen können.

Ruhestätte

Neigt sich die Weihnachtszeit dem Ende zu, sind Christbaumbesitzer auf der Suche nach einer Ruhestätte für ihren Baum. Dieser verteilt nämlich, vor der Heizung langsam dörrend, seine Nadeln im gesamten Domizil. In Graz gibt es 65 Friedhöfe für Weihnachtsbäume, sogenannte Christbaumsammelstellen. Pro Weihnachtsfest müssen sie durchschnittlich Platz für über Tausend Bäume finden; wobei mit Durchschnitten hier schwer zu kalkulieren ist, denn, wie die folgende Karte zeigt, verteilen sich die Christbaumsammelstellen keineswegs gleichmäßig über die Stadt.

Es zeigt sich: Nicht jeder hat es gleich weit zu seiner persönlichen Christbaumsammelstelle. In einigen Bezirken finden sich bis zu acht Sammelstellen (Lend), in anderen weit weniger. Die beiden größten Bezirke, Andritz und Mariatrost, haben nur zwei bzw. eine Sammelstelle; der Bezirk Innere Stadt ist sogar christbaumsammelstellenlos. Die folgende Karte zeigt, wie viele Einwohner eines Bezirks sich eine Sammelstelle teilen. Die hellgrün eingefärbten Bezirke liegen unter dem Durchschnitt von 4.000 Einwohnern pro Sammelstelle, die dunklen darüber.

Das bedeutet nun aber nicht, dass ein besonders eifriger (oder von Nadeln in der Wohnung geplagter) Christbaumbesitzer nicht auch Bezirksgrenzen überwinden kann. Allgemein heißt es aber: Je weiter draußen man wohnt, desto weiter ist’s bis zum nächsten Bäume-Friedhof. Ein Sammelstellen-Ring befindet sich rund um die Innenstadt:

In diesem Sinne: Fröhliches Ausmisten! Sämtliche Daten stammen von der Daten-Plattform der Stadt Graz.

Kiloverteilung in der Grazer Bevölkerung

Wer kriegt wo wieviel Fett ab in der steirischen Landeshauptstadt?

von Nina Bedlivy

Der Body-Mass-Index, der mittels der Formel Gewicht / Körpergröße in Metern zum Quadrat ermittelt wird, teilt folgende Gewichtsklassen ein:

19-25: Normalgewicht

25-30: Übergewicht (Präapositas)

ab 30: Fettleibigkeit (Apositas)

Doch wie genau sind diese Werte in der Grazer Gesellschaft verteilt? Gibt es Zusammenhänge zwischen Bildung, Geschlecht und Wohnraum? Wiegt eine Frau mittleren Alters, die lediglich die Pflichtschule abgeschlossen hat, automatisch mehr als eine Altersgenossin mit Hochschulabschluss? Ist ein Pensionist, der in einem sogenannten “Randbezirk” lebt, schon aus Prinzip schlanker als einer aus dem Akademikerviertel?

Beginnen wir ganz allgemein:

So weit, so wenig überraschend. Obwohl doch einige “Wunderwuzzis” durch die Grazer Straßen watscheln, ist die Verteilung verhältnismäßig glimpflich – wenngleich sie natürlich noch weit schöner und gesünder ausfallen hätte können. Die Frauen liegen beim Normalgewicht um 12 Prozent vorn, wenn es so richtig “um den Speck” geht, führen sie mit einem Prozentpunkt das Feld an. Aber bleiben wir doch gleich bei den Damen und sehen uns das etwas genauer an:

Hier zeigt sich, dass der größte Teil der jungen Frauen mit einem BMI zwischen 20 und 25 ausgestattet ist, das Übergewicht schlägt erst ab einem Alter von 45 Jahren zu, richtig big sind prozentuell die Damen ab 60. Im Vergleich nun die Lage bei den männlichen Zeit- und Stadtgenossen:

Auf den ersten Blick identisch, bei näherem Hinsehen fallen jedoch gewisse Unterschiede auf. So führen bei den Herren zwar auch die Jüngsten das Normalgewichtsfeld an, doch ist bei ihnen in der Altersgruppe ab 60 bereits mehr als die Hälfte übergewichtig. Doch wie sieht es mit der Verteilung in den verschiedenen Bildungsschichten aus?

Siehe da – es wird eindeutiger. Je höher die Bildung, die mir als Frau zuteil geworden ist, desto höher auch mein Gesundheitsbewusstsein. Während 79% der Akademikerinnen im Bereich des Normalgewichts anzutreffen sind, können lediglich 50% jener mit Pflichtschulabschluss einen BMI unter 25 ihr Eigen nennen, ganze 21% haben mit Fettleibigkeit zu kämpfen, fast jede Dritte ist zumindest übergewichtig. Hier nun der Vergleich mit den Männern:

Interessanterweise sieht es hier ganz anders aus. Pflichtschulabschluss und Universitätsabschluss halten sich im Normalgewichtsbereich fast die Waage, es stechen eher die Bildungsgruppen dazwischen hervor. So eindeutig wie bei den Frauen ist der Zusammenhang zwischen Bildung und körperlicher Gesundheit bei den Männern also nicht. Was jedoch sehr eindeutig ausfällt: Wer eine Lehre abgeschlossen hat, ist tendenziell weit mehr von zu vielen Kilos auf den Knochen betroffen. Und nun noch ein Blick auf die Verteilung in den Stadtbezirken:

Auffallend an diesen Werten: Gerade in Gegenden, wo viele Arbeiterinnen und Arbeiter (Lehrabschluss!!) leben, regiert das Übergewicht – zumindest mehr als in allen anderen. Doch ganz so gesund dürfte das Wohnen in den Nobelbezirken auch nicht sein, immerhin ist dort fast ein Drittel der Bevölkerung präadipös. Wer also sichergehen will, seinen/ihren Lebensweg auf möglichst schlankem Fuße zu bewandern, sollte

weiblich, jung und studiert sein und in einem Bezirk wohnen, in dem es möglichst viele AusländerInnen gibt.