Gute Nacht, Graz!

Als „Stadt meines Lebens“ wird Graz beworben – und ist dabei nicht nur von den Einheimischen heiß geliebt, sondern auch von Touristen aus dem In- und Ausland, wie die Nächtigungsstatistiken beweisen.

Der Tourismus gilt als eines der Stärkefelder der steirischen Landeshauptstadt, was sich an den Besucherzahlen der vergangenen Jahre gut ablesen lässt. Abgesehen von zwei leichten Rückgängen in den Jahren 2001 und 2009 geht die Kurve ständig und – vor allem in jüngerer Zeit – steil nach oben. Das Kulturhauptstadtjahr 2003 zeigt sich touristisch gesehen als Erfolgsjahr, dessen Nächtigungsergebnis von rund 840 000 Besuchern erst 2011 übertroffen werden konnte. Das vergleichsweise schwache Wachstum in den Jahren dazwischen lässt sich laut Graz Tourismus vor allem auf die zu dieser Zeit gerade einsetzende Finanz- und Wirtschaftskrise zurückführen. Im Jahr 2014 konnte schließlich erstmals die Millionenmarke überschritten werden. Und das mit 1.029.022 Nächtigungen und einem Plus von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr sogar recht deutlich.


Auch in den monatlich aufgeschlüsselten Nächtigungszahlen lässt sich das starke Wachstum im Tourismusbereich klar erkennen. Von 1996 bis 2014 haben sich die Nächtigungen im Monatsvergleich fast immer verdoppelt. Klar zeigt sich vor allem, dass die Sommermonate besonders gut gebucht sind und die Zahlen spätestens ab September merklich sinken. Dennoch zieht Graz das ganze Jahr über Touristen an, wie Dieter Hardt-Stremayr, der Geschäftsführer von Graz-Tourismus, erklärt: „Auch wenn die Hauptmonate für Städtereisen im Sommer liegen, ist Graz als Wirtschaftsstandort auch für Businessreisen sehr wichtig – vor allem Jänner, Februar und März sind geprägt durch eine große Zahl an Geschäftsleuten, die die Stadt besuchen.“ Die Hochsaison für Kongresse liegt indes in den Monaten Mai und Juni beziehungsweise September und Oktober, wobei man sich bemüht, mehr Veranstaltungen auch außerhalb dieser Hochsaison zu organisieren. Laut Hardt-Stremayr machen Geschäftsreisende etwa 50% der jährlichen Nächtigungen aus, Kongressbesucher um die 12%.

Auch das Angebot der Beherbergungsbetriebe in Graz versucht, mit den steigenden Zahlen mitzuhalten. Seit 2004 wurde das Angebot von 102 auf 151 Betriebe aufgestockt, was einem Zuwachs von 1471 Betten entspricht.

An den Daten der Herkunftsländer (Stand 2011) zeigt sich, dass fast 50% aller Besucher aus Österreich stammen und rund 20% aus Deutschland. Darauf folgen mit beträchtlichem Abstand Italien (4,93%) und die USA (2,74). Durch die seit Juni 2015 eingerichtete Flugverbindung Graz-Istanbul will man sich marketingtechnisch nun auch verstärkt auf den türkischen Markt konzentrieren, der mit nur 0,30% im Jahr 2011 noch auf den unteren Rängen zu finden war.

Alle Daten stammen von der Daten-Plattform bzw. der Beherbergungsstatistik der Stadt Graz.


Werkstattbericht:

Meine Daten stammen zum Großteil von der Datenplattform der Stadt Graz http://data.graz.gv.at/daten/wirtschaft-tourismus. Für die Zahlen der Jahre 2012-2014 sowie für Daten bzgl. Beherbergungsbetriebe und Kapazitäten habe ich aber auch Daten aus der Beherbergungsstatistik verwendet: http://www.graz.at/cms/beitrag/10106063/2058071/ .

Abgesehen von diesen, die ich mir einzeln zusammensuchen musste, waren somit bereits alle Daten in Exceltabellen vorgefertigt. Sie zu säubern, war nicht nötig, ich habe lediglich die einzelnen Tabellen der Jahre 1996 bis 2011 in eine zusammengefasst und mithilfe einer Pivot-Tabelle nach Monats- bzw. Jahresergebnissen geordnet. Für die Jahresentwicklung habe ich zudem die Ergebnisse von 2012 bis 2014 aus der Beherbergungsstatistik hinzugefügt.

Für die Visualisierung der Herkunftsländer habe ich zudem einige Länder zusammengefasst, da es sonst zu unübersichtlich geworden wäre (Österreich und Deutschland waren beispielsweise nach Bundesländern aufgeteilt).

Da ich beim Hackathon bereits stundenlang ergebnislos mit CartoDB herumprobiert habe, habe ich die Visualisierungen nun auf Anraten einer Kollegin mit Infogram umgesetzt, mit dem ich nach anfänglichen Startschwierigkeiten gut zurecht gekommen bin.

Zu Recherchezwecken habe ich mir die Tourismusbilanzen von Graz Tourismus (https://www.graztourismus.at/presse/de/naechtigungsstatistik), sowie die Beherbergungsstatistiken der vergangenen Jahre angeschaut und ein Telefoninterview mit dem Geschäftsführer von Graz Tourismus, Mag. Dieter Hardt-Stremayr, geführt.

Meine Schwierigkeiten lagen vor allem darin, dass ich nur über sehr geringe Kenntnisse in Excel verfüge und somit relativ lang für die entsprechenden Tabellen gebraucht habe. Mit CartoDB zu arbeiten, habe ich schlussendlich aufgegeben, da es für mein geändertes Thema nicht mehr unbedingt notwendig war.

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