Ein nicht ganz so grünes Herz

Während es immer mehr Menschen Richtung Graz und Umgebung zieht, haben vor allem ländliche Regionen mit Abwanderung und Geburtenrückgang zu kämpfen. Wie sieht es in Ihrer Gemeinde aus?

SteirischeVielfaltDie Steiermark ist bekannt als das grüne Herz Österreichs. Im grünen Bereich ist allerdings nicht alles auf dieser Karte: Hier wird die Bevölkerungsveränderung zwischen 2004 und 2014* dargestellt. Gemeinden mit negativer Veränderung sind violett eingefärbt, während grüne Gemeinden ein positives Wachstum anzeigen. Besonders ländliche Regionen in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Murau sind vom Bevölkerungsschwund betroffen.


Bevölkerungsveränderung in der Steiermark 2004-2014 im Vergleich

In und um Graz ist ein Bevölkerungsplus sichtbar. Die Gemeinden Übelbach und Semriach weisen jeweils ein positives Wachstum von über 180 Prozent auf. Graz selbst ist um 13, 6 Prozent gewachsen. Auch in der Südweststeiermark und der Oststeiermark liegen die Gemeindewerte großteils im positiven Bereich.

In den ländlichen Bereichen sieht es nicht so grün aus. Vor allem die Gemeinden Mühlen (-59,7 Prozent), Stiwoll (-77,6 %), Eisenerz (-24,2 Prozent) und Vordernberg (-22,3 %) haben mit einem Bevölkerungsrückgang zu kämpfen.

Es mag die Landschaft sein oder der Tourismus: Einzelne Gemeinden, die eigentlich in Abwanderungsgebieten liegen, haben ein Wachstum zu verzeichnen. Die „Bevölkerungs-Oasen“ des Ennstals sind Gröbming mit 9,7 Prozent mehr Menschen als 2004, in Aich 5 Prozent. Im Mürztal verzeichnet Krieglach ein leichtes Plus von 1,7 Prozent. Die Gemeinden Sankt Lorenzen im Mürztal sowie Sankt Marein im Mürztal haben ihre Bevölkerungzahl um 7,2 beziehungsweise 7,04 Prozent vergrößert. Auch Sankt Marein-Feistritz im Murtal und einige umliegende Orte zeigen eine positive Veränderung.

*Die Bevölkerungsdaten von 2004 wurden von der Autorin auf die neue Gemeindestruktur umgerechnet
Datenquelle: Landesstatistik Steiermark/Land Steiermark 

Get the Data: Bevölkerungsveränderung 2004-2014

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